Produktionen

Interview: Gebäude heizen, nicht die Umwelt! Klimaschutz durch EPS-Dämmung.

Interview mit Ronald Meyer, Bauingenieur und Energieberater

Manuskript zum Interview

| Anmoderationsvorschlag: |

Das Klimaschutzpaket legt fest: Bauen und Wohnen soll klimafreundlicher werden. Bisher ist der Gebäudesektor für satte dreißig Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes in Deutschland verantwortlich. Während bei Neubauten das Effizienzniveau der Gebäude vorgeschrieben ist, sieht das bei älteren Häusern oft ganz anders aus. Die Möglichkeiten zur Energie- und CO2-Einsparung im Wärmebereich sind daher nach wie vor sehr groß und immer wieder fällt hier das Stichwort ‚Dämmen‘. Ich spreche dazu mit dem Bauingenieur und Energieberater Ronald Meyer:

 

|Begrüßungsvorschlag Moderator/In:|
Guten Tag Herr Meyer, ich grüße Sie!

|Begrüßung Ronald Meyer, Bauingenieur und Energieberater:|            0:02“
Ja, schönen guten Tag auch von meiner Seite!

1. Frage: Welchen Anteil hat der Gebäudesektor am Energieverbrauch?         0:16“
Ja, der Gebäudesektor hat einen sehr hohen Anteil am Energieverbrauch. In Deutschland rund dreißig Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes, in der Europäischen Union sogar bis zu vierzig Prozent, den der Energieverbrauchs auf den Gebäudebestand hat.

2. Frage: Woran liegt der hohe Anteil am Energieverbrauch des Gebäudesektors?           0:43“
Zu großen Teilen liegt der hohe Anteil des Gebäudesektors am Energieverbrauch an einem unzureichenden Wärmeschutz und hier vor allem bei älteren Gebäuden. Während wir im Neubau das Effizienzniveau der Gebäude per Gesetz immerhin, ich sag mal, Schulnote-zwei-bis-drei-Niveau vorgeschrieben haben, sieht das bei älteren Wohngebäuden, die so vor Baujahr 84 errichtet wurden, komplett anders aus. Die entsprechenden Anforderungen an den Wärmeschutz, die wir per Gesetz haben, sind, würde ich mal sagen, nur etwa die Hälfte von dem, was heute durchschnittlicher Standard ist. Das heißt, um die Klimaziele zu erreichen und eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz beim Gebäudebestand zu erzielen, da muss sich noch einiges tun.

3. Frage: Welche Maßnahmen gibt es, um einen deutlich geringeren CO2-Ausstoß im Gebäudebestand zu gewährleisten?              0:50“
Also, wir haben in Deutschland erstmal rund jedes zweite Wohngebäude, das einen unzureichenden Wärmeschutz hat. Und auf Grund dessen sind die Möglichkeiten natürlich dort besonders gut, Energie- und CO2-Einsparungen zu erzielen, eben Stichwort Wärmebereich. Und dazu gehören alle energetischen Sanierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel neue Heizung, neue Fenster und natürlich auch Dach-, und Fassadendämmung. Um hier ein optimales Einsparergebnis zu erzielen, sollte die Fassadendämmung zusammen mit den Fenstern immer an erster Stelle stehen. Denn dort ist das größte Potential. Und dann kann man die neue Heiztechnik auf den durch die Dämmung reduzierten Energiebedarf so abstimmen, dass die Heizung eben sehr klein wird, in Anführungszeichen, und dabei natürlich setzen moderne Heizsysteme voll und ganz auf regenerative Energien.

4. Frage: Welchen Beitrag leistet dabei eine Fassadendämmung mit EPS zum Unweltschutz?            0:25“
Also, keine Frage, ein gute Fassadendämmung ist ohne Wenn und Aber ein erheblicher Beitrag Energie zu sparen. Durch die Gebäudehülle geht dann einfach weniger Heizenergie verloren und es muss weniger geheizt werden. Die Energie, die wir nicht brauchen, und das weiß jedes Kind, ist die umweltfreundlichste. Und ein sinnvoller Dämmstoff, der bei vielen Millionen Häusern eingesetzt wird, ist EPS, expandiertes Polystyrol.

5. Frage: Wie sieht es im Hinblick auf Nachhaltigkeit bei dem Dämmstoff EPS aus?             0:28“
EPS gehört zu den Dämmstoffen, die besonders langlebig sind, vierzig, fünfzig, sechzig Jahre. Und die Energie, die für seine Herstellung nötig wird, die hat man schon nach ein bis zwei Jahren eingespart. Darüber hinaus ist EPS inzwischen mit dem Flammschutzmittel Polymer-FR produziert und dadurch vollständig recyclebar. Beste Dämmeigenschaften, ideales Raumklima, also: Im Winter bleibt es angenehm warm und im Sommer bleibt die große Hitze draußen. Also, eine runde Sache.

6. Frage: Was zeichnet den Dämmstoff EPS noch aus?            0:37“
Ja, es gibt eine ganze Reihe von positiven Merkmalen und Eigenschaften, die dem Dämmstoff EPS zuzuschreiben sind. Übrigens seit über sechzig Jahren verwenden wir auf unseren Baustellen dieses Material und klar ist es kostengünstig, verfügt über beste Dämmeigenschaften. Es lässt sich aber auch sehr, sehr leicht verarbeiten, nimmt den rauen Baustellenalltag mir nicht krumm und natürlich beim Brandschutz sind wir so weit, dass wir sagen können: Bester Brandschutz ist möglich. Und es gibt übrigens unter der Internetadresse mit-sicherheit-eps.de eine sehr gute Zusammenfassung aller Antworten auf die typischsten Fragen rund um EPS.

7. Frage: Welchen Einfluss hat eine Dämmung mit EPS auf den Umstieg auf erneuerbare Energien?            0:26“
Eine Dämmung mit EPS unterstützt ohne Frage, den Umstieg auf erneuerbare Energien, weil wir, wenn die Häuser gedämmt sind, insgesamt viel, viel weniger für die Raumwärme brauchen, um dann die notwendige Restenergie, die wir brauchen, über regenerative Energien zu erzeugen. Zum Beispiel können wir heute schon mit Photovaltaikmodulen bei gut gedämmten Häusern den Wärmebedarf vollständig mit der Sonne erzeugen.

8. Frage: Was sollte bei einer Dämmung generell beachtet werden?          nbsp]  0:47“
Einer der wichtigsten Tipps rund um eine Dämmung ist, dass man Fachbetriebe beauftragt, die das Haus lückenlos rundum dämmen. Und es dürfen keine Lücken gelassen werden, zum Beispiel im Sockelbereich oder an der Fensterlaibung, weil dort entstehen kalte Stellen, und dann könnte es dort zu Tauwasserausfall und im schlimmsten Fall auch zu Schimmelbildung führen. Wichtig ist auch, dass wir die Wechselwirkung mit den Fenstern beachten. Hier ist es notwendig, dass die U-Werte, die Wärmedurchgangskoeffizienten, genau aufeinander abgestimmt sind. Und man könnte im Grund zusammenfassend sagen, dass, wenn man einfachste, bauphysikalische Zusammenhänge berücksichtigt, und das können die Fachleute, dann erfüllt eine Dämmung zu hundert Prozent ihren Zweck und Energie wird eingespart.

|Verabschiedungsvorschlag Moderator/In:|
Herr Meyer, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.

|Verabschiedung Ronald Meyer, Bauingenieur und Eneregieberater:|           0:01“
Ja, sehr gerne, tschüß!